Unterrubriken
Sie befinden sich derzeit auf folgender Seite:
Laufende Projekte
Amtliche Vermessung - Wichtige Grundlagenarbeit, die sich im Stillen abspielt
Vielleicht haben Sie sich auch schon gefragt, was die mit Stativ und Messinstrument ausgerüsteten Personen am Strassenrand oder in Ihrem Garten eigentlich machen? Oder möchten Sie wissen, was die Marksteine, Bolzen und Markierungen bedeuten, denen Sie draussen auf Schritt und Tritt begegnen? Interessiert es Sie, woher die Grundlagen für das Navigationssystem in Ihrem Auto oder für Ihren Stadtplan stammen?
Die Fragen deuten es an: Es ist nicht vermessen zu sagen, dass die amtliche Vermessung Grundlagen liefert, die für viele Bereiche unseres Lebens unabdingbar sind. Im Rahmen der amtlichen Vermessung wird mit modernster Technologie die Erdoberfläche genau und zuverlässig vermessen. Die so gewonnenen öffentlichen Daten werden laufend aktualisiert. So dokumentiert die amtliche Vermessung das Grundeigentum, sie zeigt, wo welche Grenze verläuft, wo ein Gebäude steht, welche Ausdehnung ein Gewässer hat, wo ein Wald aufhört und vieles mehr. Sie ist damit ein wichtiges Element im Räderwerk unseres Rechtsstaates und unserer Wirtschaft.
Aber die amtliche Vermessung ist mehr als das, weil ihre Pläne und Daten in unzähligen Bereichen verwendet werden, in denen räumliche Informationen gefragt sind. Bauvorhaben, Raumplanung, Verkehrsvorhaben, Rettungsdienste, Landwirtschaft, Tourismus – diese Aufzählung deutet bloss an, wie breit die Anwendungsgebiete gefächert sind, in denen die Daten der amtlichen Vermessung als Grundlage eingesetzt werden. Auch die interaktiven geografischen Informationssysteme (GIS), die für Behörden, Wirtschaft und viele Private heute ein unentbehrliches Arbeits- und Informationsinstrument darstellen, würden ohne verlässliche und aktuelle Daten aus der Vermessung nicht funktionieren.
Veranstaltungen und Informationen rund ums Jubiläum
Nutzen Sie die Gelegenheit des 100-Jahr-Jubiläums, um Ihren Blick einmal auf eine spannende Tätigkeit zu richten, die sich im Stillen abspielt und doch so viele Bezüge zu unserem Alltagsleben aufweist. Werfen Sie doch auch einen Blick auf die Veranstaltungen, die in der ganzen Schweiz und auch im Kanton Zürich 2012 stattfinden.
Pferdehaltung ausserhalb der Bauzonen
Pferde sind beliebt, ihre Anzahl im Kanton Zürich nimmt zu. Aber Achtung, die dafür nötigen Infrastrukturen sind nicht überall und ohne Weiteres möglich. Auch in der Landwirtschafts-zone gilt die Haltung von Pferden nicht automatisch als zonenkonform. Das Ende 2011 in aktualisierter Form erschienene Merkblatt «Pferdehaltung auf Landwirtschaftsbetrieben» orientiert über die generelle Bewilligungspraxis im Kanton Zürich.
Im Unterschied zu anderen landwirtschaftlichen Nutztieren dienen Pferde in der Regel nicht der Milch- oder Fleischproduktion. Sie werden überwiegend zu Sport- und Freizeitzwecken oder für agrotouristische Tätigkeiten verwendet. Weil der Gesetzgeber aber vorsieht, dass Landwirtschaftsland in erster Linie der landwirtschaftlichen Produktion vorbehalten ist, können Bewilligungen für Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzone nur unter strengen Bedingungen erteilt werden.
Der Bund hat seine Bewilligungskriterien im Oktober 2011 in der überarbeiteten Wegleitung «Pferd und Raumplanung» dargelegt. Darauf abgestimmt legt das im November 2011 aktualisierte Merkblatt «Pferdehaltung auf Landwirtschaftsbetrieben» die im Kanton Zürich geltenden Richtlinien dar.
Die hobbymässige Pferdehaltung mit bis zu 4 Tieren ist auf nichtlandwirtschaftlichen Grundstücken seit 2007 in geeigneten bestehenden Gebäuden zulässig, sofern der Besitzer der Tiere im Nahbereich des Stalls wohnhaft ist.
Parlamentarische Initiative hängig
Die derzeit hängige parlamentarische Initiative zur Pferdehaltung in der Landwirtschaftszone soll die Gesetzesgrundlage schaffen, damit Pferde – unabhängig von ihrem Verwendungszweck – auf Landwirtschaftsbetrieben als zonenkonform gelten. Der Ausgang der Initiative ist derzeit noch unbestimmt.
