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Verlorene Baukultur
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| Titel | 1966: Trüllikon, Reformierte Kirche |
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| Copyright / Bildnachweis | «Am 1. März 1962 hatte in der Kirche Trüllikon eine Besprechung stattgefunden, an welcher von Abänderungen der Kirche die Rede war, vor allem vom Ersetzen des 1925 von Architekt [Carl Johann] Werner, Schaffhausen, geschaffenen Gipsplafonds durch eine Holzdecke, vom Einrichten eines Pfarrzimmers im Turm-Erdgeschoss und vom Verändern der Orgel. Ohne Befragung der Denkmalpflege wurde dann dieses Projekt zugunsten eines Neubaues aufgegeben.» Aus: Zürcher Denkmalpflege, 5. Bericht 1966/1967, S. 111f. «Diese einzige von [dem Winterthurer Architekten Ernst] Jung entworfene Kirche stand bis 1966 in Trüllikon im Zürcher Weinland. Der Vorgängerbau war auf eine Kapelle aus dem 14. Jahrhundert zurückgegangen, die 1607 erweitert worden war. Baufälligkeit, mangelnder Platz und der Wunsch nach einem neuen Geläute führten in den 1880er Jahren zu Renovations- und Erweiterungsprojekten. 1886 wurde Ernst Jung zu einer Expertise eingeladen. Er verneinte zwar die Notwendigkeit einer dringenden Reparatur, äusserte sich aber kritisch zu den Erweiterungsplänen – ein Neubau würde nicht wesentlich teurer, jedoch viel befriedigender ausfallen. Diesen konnte Jung auch ausführen, und schon ein Jahr später, am 21. August 1887, wurde die Einweihung gefeiert. [...] Ernst Jungs einzige Kirche stand nur knapp 80 Jahre, 1966 wurde sie abgebrochen – wieder mit der Argumentation, ein Neubau sei nur wenig teurer als eine Renovation ...». Aus: Moritz Flury-Rova, Backsteinvillen und Arbeiterhäuser, Der Winterthurer Architekt Ernst Jung (1841–1912), Diss. Universität Zürich 2006, Zürich 2008, S. 139f. Die heutige 1966–1968 erbaute Kirche stammt von den Architekten Adolf Kellermüller (1895–1981) und Hans Rudolf Lanz (1923–2005), Winterthur. (Fotoarchiv kantonale Denkmalpflege) |
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