Luftaufnahmen

Die Fachstelle GIS-Produkte hat den gesetzlichen Auftrag, die Flüge zur Erfassung von Geodaten im Kanton Zürich zu koordinieren. Öffentliche wie private Institutionen haben deshalb geplante Luftaufnahmen (Luftbilder, Laserscanning, etc.) der Koordinationsstelle für Luftaufnahmen zu melden. Dadurch können Synergien genutzt und die Wirtschaftlichkeit verbessert werden.

Flüge über das Kantonsgebiet für hochaufgelöste Luftbilder und Höhendaten

Die Fachstelle GIS-Produkte der Baudirektion Kanton Zürich erstellt derzeit über das gesamte Kantonsgebiet neue Georeferenzdaten, die bezüglich Qualität und Umfang bisher noch nie realisiert wurden.

Das ambitionierte Projekt mit der Bezeichnung «Luftaufnahmen42» sieht vor, alle vier Jahre ein hochauflösendes Laserscanning (LIDAR, 8 Pkt/m2) zur Erstellung von Digitalen Oberflächen- (DOM) oder Terrainmodellen (DTM), sowie alle zwei Jahre Luftbilder (Orthophoto, Bodenauflösung 10cm, alternierend Sommer- und Frühjahrsflüge) zu erstellen. Diese üblicherweise in Städten oder für kleinräumige Projekte eingesetzten hochaufgelösten Produkte werden nun über einen Perimeter von mehr als 1800km2, mit anspruchsvoller Topographie, zwei Grossstädten und dem Flughafen Zürich produziert.

Diese Grundlagen stehen in erster Linie den Amtsstellen und Gemeinden als Basismaterial für ihre Arbeiten und Projekte zur Verfügung. Sie können beispielsweise in den Bereichen Infrastrukturplanung, Städteplanung, Raumplanung, Naturgefahren‐Beurteilung, Forstwesen, Umweltbereich, Energieversorgung, Leitungsvermessung, Solarpotentialanalyse, Vermessung, Archäologie, Landwirtschaft, Gewässer, Lärmschutz usw. wertvolle Unterstützung bieten. Dank des Wiederholungszyklus von zwei bzw. vier Jahren sind auch Zeitreihen und Monitoringprojekte möglich.

Das Projekt «Luftaufnahmen42» wurde in diesem Jahr gestartet. Die ersten flächendeckenden und aktuellen Produkte werden Ende 2014 fertiggestellt und publiziert. Das Projekt kostet 1.2 Mio. Franken und wird vom kantonalen Amt für Raumentwicklung und weiteren einzelnen kantonalen Ämtern finanziert. Die Daten können von Amtsstellen, Gemeinden, Planern, Ingenieuren etc. zu günstigen Konditionen bezogen werden.

Es handelt sich um ein ehrgeiziges, qualitativ hochstehendes Projekt, bei dem auch das Wetter eine wichtige Rolle spielt. Die Beteiligen unternehmen alles, damit die Lärmbelästigungen so gering wie möglich ausfallen werden.

Befliegung Höhendaten (Laserscanning)

Seit März 2014 finden die Messflüge statt. Diese Flüge müssen im engen Zeitfenster zwischen März (kein Schnee) und April (vor Laubaustritt) erfolgen. Dabei wird das gesamte Gebiet des Kantons Zürich in engmaschigen Fluglinien in einer Höhe von 1400 bis 1600 m überflogen, wofür 60 Flugstunden notwendig sein werden.

Ausser im erweiterten Flughafengebiet «Kantonsgrenze im Westen, Stadel, Bülach, Embrach, Winterthur, Weisslingen, Dübendorf, Zürich, Birmensdorf» werden alle Flüge während den Tageszeiten durchgeführt. Die Flüge im erweiterten Flughafengebiet sind während des ordentlichen Tagesbetriebes nicht durchführbar, da aufgrund des heutigen Verkehrsaufkommens nur kleine Zeitfenster am Nachmittag zur Verfügung stehen. Das Bundesamt für Zivilluftfahrt hat deshalb eine Ausnahmebewilligung für Nachtflüge erteilt. Somit können im erweiterten Flughafengebiet vom 17. März bis 30. April zwischen 23.30 Uhr und 2 Uhr Messflüge für das Laserscanning durchgeführt werden. Diese Bewilligung gilt für maximal 10 Nächte.

Befliegung Luftbilder

Ab Mitte Juni werden während eines Monats Messflüge für Luftbilder stattfinden. Diese Flüge erfolgen während des Tages in einer Höhe von 1800 m sowie im Tösstalgebiet und den Höhronen auf 2100 m. Insgesamt werden dafür 30 Stunden benötigt