Erläuterungen

Leitlinien für die künftige Raumentwicklung

Leitlinie 1: Die Zukunftstauglichkeit der Siedlungsstrukturen ist sicherzustellen und zu verbessern.

Wohnüberbauung

Zu diesem Zwecke sind im Rahmen einer Siedlungsentwicklung nach innen vorhandene Potentiale besser zu nutzen und es ist dafür zu sorgen, dass die Lebens- und Siedlungsqualität insgesamt erhalten bzw. gesteigert werden kann. Dabei sind insbesondere auch die neuen Bezugsräume für die Wirtschaft, wie sie sich u.a. durch den europäischen Integrationsprozess ergeben, zu berücksichtigen.

Leitlinie 2: Die Entwicklung der Siedlungsstruktur ist schwerpunktmässig auf den öffentlichen Verkehr auszurichten.

Bahnhof

Der Erschliessungsgrad mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist im Kanton Zürich insgesamt sehr hoch. Insbesondere die massiven getätigten Investitionen in die S-Bahn sollen im Interesse einer umweltschonenden Verkehrsbewältigung genutzt werden. Die S-Bahn bildet deshalb das eigentliche Rückgrat der Siedlungsentwicklung. Neue Verkehrsbedürfnisse sollen insgesamt nicht zu einer überproportionalen Vermehrung des motorisierten Individualverkehrs führen.

Leitlinie 3: Zusammenhängende naturnahe Räume sind zu schonen und aktiv zu fördern.

Landschaft in Bäretswil

Neben dem Schutz der offenen Landschaft an sich ist für die Erhaltung und Aufwertung von Lebensräumen für Tiere und Pflanzen zu sorgen. Durch Veränderungen im Landwirtschaftssektor droht eine Vernachlässigung der Landschaftsbewirtschaftung; besondere Bewirtschaftungsmassnahmen werden nötig sein.

Verbindlichkeit der Leitlinien

Diese Leitlinien setzen die Schwerpunkte für die Raumplanung im Kanton Zürich. Als Orientierungsrahmen für die einzelnen mit dem kantonalen Richtplan getroffenen Festlegungen sind sie für alle mit raumwirksamen Aufgaben betrauten Stellen massgebend. Zusätzlich zu den gesetzlichen Zielen der Raumplanung sind die Leitlinien bei nachfolgenden Planungen sowie bei der Erteilung von Bewilligungen ihrer Bedeutung entsprechend zu berücksichtigen.